Maiburg Ensemble

»Metamorphosen«

Die Metamorphosen des römischen Dichters Ovid und Franz Kafkas Verwandlung sind der Ausgangspunkt einer phantasievollen Komposition aus Musik, Lesung, Choreographie und Licht, in der die australische Tänzerin Eleanor Freeman mit ihren changierenden Darbietungen eine Vorstellung davon gibt, warum ihre Vorstellungen in aller Welt gefeiert sind. Eine poetisch-musikalische Reflexion über die Wandelbarkeit von Kunst, Kultur, Leben und Natur.

In den Metamorphosen hat die Flötistin und Festivalmacherin Anette Maiburg sich klassische Werke (an)verwandelt, die in ihrem musikalische Leben seit jeher eine besondere Rolle spielen. Claude Debussys betörende Syrinx etwa bewegt sich unversehens zu eleganten Jazz-Harmonien; Béla Bartóks Rumänische Volkstänze erscheinen als spannungsvoll „beswingte“ Dialoge zwischen der Soloflöte und ihren Begleitern; die von der Altflöte „gesungenen“ Deux mélodies hébraïques lassen etwas von dem Jazz durchschimmern, dem Maurice Ravel andernorts begeisterten Tribut zollte; und Sergej Rachmaninoffs berühmte Vocalise wird zu einer dezent untermalten Ballade …

Anette Maiburg stehen Musiker unterschiedlichster Genres zur Seite: Matthias Hacker studierte Jazz im niederländischen Arnheim sowie an der New School of Music in New York und ist seit 2011 der Mann am Bass von Uwaga! Pascal Schweren studierte klassisches Klavier an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Köln und Jazzklavier an der Folkwanghochschule Essen und wurde schon bald beim Internationalen Jazzworkshop Weimar ausgezeichnet. Der Perkussionist Fethi Ak, einer der virtuosesten Darbukaspieler in Deutschland, gehört zur Weltmusikszene. Er gewann mit dem Transorient Orchester den WDR Jazzpreis und schon zweimal den Weltmusikpreis Creole.  

Die Tänzerin Eleanor Freeman hat im Laufe ihrer Karriere mit so unterschiedlichen Choreografen wie Nils Christe, Ma Cong, Natalie Weir, Kenneth MacMillan oder Francois Klaus zusammengearbeitet und trat in Europa, Taiwan und Japan auf. Zu ihren Paraderollen zählen die Titelrolle sowie die Myrtha in Gautiers „Giselle“, die Carabosse in Tschaikowskys „Dornröschen“ sowie das russische Mädchen in George Balanchines „Serenade“. Freeman wurde an der „Victorian College of the Arts Secondary School“ ausgebildet und nahm nach ihrem Abschluss am „Queensland Ballet Professional Year Program“ teil. Sechs Jahre tanzte sie in verschiedenen Produktionen des Queensland Ballets. Aktuell ist sie Mitglied des Balletts am Rhein in Düsseldorf.

Den Part der Lesung übernimmt der Schauspieler Jürgen Hartmann. Besonders bekannt ist er in seiner Rolle als Gerichtsmediziner Dr. Vogt im Stuttgarter „Tatort“. Begonnen hat er seine Karriere allerdings ganz anders – mit einem Clownsstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Von dort führte der Weg direkt auf die Theaterbühne, für seine Rolle des Liliom in der Regie von Michael Gruner wurde er 1966 zum Schauspieler des Jahres nominiert. Es folgten mehrjährige Engagements an den großen Bühnen Deutschlands und der Schweiz, u.a. gastierte er auch am Pina Bausch Ensemble Wuppertal. 2014/2015 erfolgte seine Nominierung zum besten Schauspieler in NRW. Er ist Lehrbeauftragter an der Folkwang Universität, inszeniert und ist regelmäßig für TV- und Kino-Produktionen tätig.

Klaus Niehörster in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung, 27. September 2021, zur Premiere:

Neuss »Faszinierende Metamorphosen standen beim Niederrhein Festival am Samstag auf dem Programm des Maiburg Ensembles. In der Langen Foundation wurde das Versprechen musikalisch und tänzerisch perfekt eingehalten.« Zum kompletten Artikel online

 

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Entdecken Sie die CD:

10 · 10 · 10
KLASSIK-HEUTE-EMPFEHLUNG vom 10.11.2021

»Die Aufnahmetechnik ist superb und darf durchaus zur Vorführung von Schallwandlern auf Messen und im Hifi-Studio empfohlen werden. Fazit: Eine wundervolle Interpretation bekannter Stücke in neuem Gewand, die den Hörer für eine Stunde in eine andere Welt versetzt. Macht Spaß, sollte man öfter hören, klar für die musikalische Hausapotheke empfohlen.« … weiterlesen

 Metamorphosen / Ars Produktion, VÖ 10/2021

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